Markt

5. April 2000, Seite 18
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung der MARKT Verlag GmbH)

Silvia Brüggemann überzeugte auf der Violine

Ahrensburg (am). Im letzten Abonnementskonzert von "Theater und Musik in Ahrensburg e.V." spielte Silvia Brüggemann Beethovens Violinkonzert. Gestützt auf beste Ausbildung gestaltete sie ihren Part in "klassischer" Tradition mit einer künstlerisch hervorragend gelungenen Ausgewogenheit von Beseeltheit und kraftvollem, aber beherrscht gezügeltem Temperament. Ihr absolut schnörkelloses, hochkonzentriertes Spiel faszinierte vom ersten bis zum letzten Ton. Nicht nur die herrlich klingenden Kantilenen besonders im ersten Satz überzeugten, daß die von Silvia Brüggemann gespielte Violine des berühmten französischen Geigenbaumeisters Jean Baptiste Vuillaume, eine Leihgabe des Landes Rheinland-Pfalz, bei ihr in den richtigen Händen ist.

Angemessener Partner der Aufführung war das Ahrensburger Kammerorchester unter der souveränen Führung durch Frank Löhr. Es hatte schon im ersten Teil des Programms mit Debusss "Nachmittag eines Fauns" und den "Metamorphosen für 23 Solostreicher" zwei Beispiele kompromißlos hoher Ansprüche seiner Arbeit geliefert. Mit exzellenten Bläsersoli und diskreter Farbigkeit des Gesamtklanges überzeugte das engagiert musizierende Ensemble ebenso wie mit der üppigen Streicher-Sonorität des Spätwerkes von Richard Strauss, dessen komplizierte Partitur Frank Löhr nicht nur wie selbstverständlich im Kopfe hat, sondern auch zu vermitteln versteht.

Das Publikum ließ keinen Zweifel an seinem Respekt, seiner Bewunderung und zollte lang anhaltenden Beifall.


Markt

29. Dezember 1999, Seiten 1 und 10
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung der MARKT Verlag GmbH)

Ein wunderschöner Konzertabend...

Ahrensburg (fer). Ein festliches Glockengeläut der Schlosskirche läutete am ersten Weihnachtstag zu abendlicher Stunde ein weihnachtliches Orchesterkonzert des Ahrensburger Kammerorchesters ein. Viele Besucher waren an diesem Weihnachtsabend gekommen und die Schlosskirche war bis auf den letzten Platz besetzt. [...]

Das Kammerorchester Ahrensburg unter der Leitung von Frank Löhr, in Ahrensburg längst zu einer Institution geworden, hatte sich ein Programm zusammengestellt, das nicht nur Liebhaber klassischer Musik begeisterte. Zu Beginn konnten sich die Zuhörer an der Sinfonia concertante C->Dur für Flöte, Oboe, Violine und Violoncello von Johann Christian Bach erfreuen. Es folgte das Konzert C-Dur für Orgel und Orchester von Joseph haydn mit Frank Löhr an der Orgel. Ein musikalischer Leckerbissen, das wundervolle Zusammenspiel zwischen Orgelpositiv und Orchester. Ein Hörerlebnis wie man es nicht so oft zu hören bekommt.

Höhepunkt des Konzertes aber war das Concerto grosso op. 3 Nr. 2 B-Dur von Georg Friedrich Händel, das gleichzeitig den Abschluss dieses Konzertabends bildete. Langanhaltender Beifall belohnte die Künstler und so durften sich die Zuhörer noch an zwei kleinen Zugaben aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach erfreuen. [...]


Stormarner Tageblatt

28. Dezember 1999, Seite 13
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung der sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH)

250 Besucher erlebten das Konzert in der Schlosskirche

Mächtige Orgelklänge

Ahrensburg (jm). Werke alter Meister auf hohem musikalischen Niveau konnten die Besucher der Schlosskirche erleben, als das Kammerorchester Ahrensburg Konzerte und Sinfonien von Haydn, Händel und Johann Christian Bach spielte. Ulrich Fornoff an der Orgel trug mit Chorälen von Johann Sebastian Bach zu dem Programm bei. Etwa 250 Besucher verfolgten das festlich-weihnachtliche Orchesterkonzert. Selvst die einst für die Schlossherren vorgesehenen Logen waren voll besetzt.

Die stimmungsvolle Kulisse in der barocken Kirche harmonierte ideal mit den großen Werken der Kirchenmusik aus dem 18. Jahrhundert, einem Konzert für Orgel und Orchester von Haydn, dem Händelschen Concerto grosso für Flöte, Oboe, Violine und Violoncello von J. C. Bach. Unter der Leitung von Frank Löhr bot das Kammerorchester ein eindrucksvolles Konzert. Zusammen mit den mächtigen Bachschen Orgelklängen von Kantor Ulrich Fornoff wurde der Abend zu einem großen musikalischen Erlebnis.


Markt

22. Dezember 1999, Seite 7
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung der MARKT Verlag GmbH)

Festliches Adventskonzert in der Schlosskirche

Ahrensburg (Pe). Das Magnificat ist in der Tat ein ebenso festliches wie anspruchsvolles Werk [...] Eröffnet wurde das Programm von der bekannten Organistin Annerose Witt mit Präludium, Fuge und einer Magnificat-Bearbeitung für Orgel. Dann setzte der mächtige über 60-stimmige Chor mit dem brausenden "Magnificat anima mea Dominum" ein. Bach hat die Komposition praktisch als Wechselgesang angelegt. Dazu erklangen die klaren Stimmen der beiden Sopranistinnen Dorothee Fries und Birgit Woldmann sowie der Altstimme von Christa Bonhoff im Wechsel oder auch Duett mit dem Tenor von Joachim Duske und Christfreid Biebrachs mächtigem Baß. Als weihnachtliche Einlagesätze trug der Chor die Choräle "Vom Himmel hoch" und "Freut Euch und jubilieret" vor, wie sie in Bachs erster Fassung vorgesehen waren. In der zweiten, nach D-Dur transponierten Komposition von 1730 hatte er sie gestrichen. Das Ahrensburger Kammerorchester, besetzt mit Blas- und Streichinstrumenten unter Orgelbegleitung ergänzte die Gesänge mit vollendeter Harmonie. [...] So wirkte dieses perfekt vorgetragene Gesamtwerk noch lange nach - es stimmte nachdenklich, als der Zuhörer aus der Kirche in die winterliche Schneelandschaft hinaustrat.

Markt

13. Oktober 1999
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung der MARKT Verlag GmbH)

Ein bewegender Konzertabend

Kammerchor aus St. Petersburg in der Schloßkirche

Ahrensburg (am). Zu einem außergewöhnlichen Konzert lud das Ahrensburger Kammerorchester in die Schloßkirche Ahrensburg ein. Der Studium-Kammerchor St. Petersburg [...] sang liturgische Musik russischer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit dem Orchester wurde die "Missa in angustiis" (Nelson-Messe) von Joseph Haydn aufgeführt.

Ein geschmeidiger und sehr farbenreicher Chorklang, der dem Ensemble eine Fülle von Ausdrucksnuancen ermöglichte, verband sich mit der bestechenden Perfektion der jungen Sängerinnen und Sänger in Intonation und Phrasierung. Die beseelte Interpretation der liturgischen Werke etwa von Tschesnokov, Balakirew und Strawinsky durch die Chroleiterin Irina Semenkowa ließ denn auch keine Wünsche offen und machte das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Zuhörer.

Verblüffend auch die stilistische Flexibilität des Chores in der Nelson-Messe: Dem an historischer Authentizität orientierten Klangbild des Ahrensburger Kammerorchesters wußten sich die Chorsänger durch einen schlanken und transparenten Chorklang in idealer Weise anzupassen. Dem jungen Dirigenten Frank Löhr, der das Werk auswendig dirigierte, gelang eine packende und in jeder Hinsicht schlüssige Interpretation der facettenreichen und komplexen Haydn-Partitur. Das sehr präzis spielende Orchester begleitete sensibel und ausdrucksstark und leuchtete alle Nuancen des Orchestersatzes feinsinnig aus. [...]

Gerhart Neustein


Markt

10. Mai 1999, Seiten 1 u. 9
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung der MARKT Verlag GmbH)

Stormarns neuer Musik-Star: Frank Löhr

Kammerorchester brillierte im ausverkauften Eduard-Söring-Saal

Ahrensburg (am). Das "Ahrensburger Kammerorchester" bewies beim 6. Abonnementkonzert des "Theater und Musik Ahrensburg e.V." ein äußerst hohes Niveau. Drei anspruchsvolle Werke von Mozart und Beethoven standen auf dem Programm. Der äußerst talentierte junge Nachfolger des legendären Orchestergründers Karl-Heinz Färber, Frank Löhr, konnte nicht nur seine eindrucksvollen dirigentischen Fähigkeiten, sondern auch sein herausragendes Können als Klavier-Virtuose unter Beweis stellen und sich in die Herzen der Stormarner Musikfreunde und -Kenner spielen.

In großer Besetzung begeisterte das Ahrensburger Kammerorchester durch sein Konzert die Zuhörer im voll besetzten Eduard-Söring-Saal der Schloßstadt Ahrensburg, die sich anschickt, Kulturhauptstadt des Kreises zu werden.

Mit gefühlvoller Spannung wurde zunächst die Ouvertüre der Mozart-Oper "Don Giovanni" vorgetragen. Dieses Vorspiel der Oper konnte man auch an diesem Konzertabend als solches für das geschickt und mit Mut ausgewählte weitere Programm betrachten. EInen Vergleich mit der Hamburgischen Staatsphilharmonie - die Oper stand unlängst auf dem Programm der Staatsoper - drängte sich geradezu auf.

Erster Höhepunkt war das extrem schwierige und allein schon von der Tonart eher tragische Spätwerk Wolfgang Amadeus Mozarts, das Klavierkonzert c-Moll (KV 491), bei dem der dynamische, 28 Jahre junge Dirigent Frank Löhr zugleich als Klaviersolist seine Vielseitigkeit und sein Können demonstrieren konnte. Der Vergleich mit Leonhard Bernstein, der es ebenso wie Christoph Eschenbach und Justus Frantz verstand, neben seiner Dirigenten-Tätigkeit als Solist am Flügel zu begeistern, mag gewagt sein, abwegig ist er dagegen nicht. Mit Leichtigkeit und Genauigkeit dirigiert er das 31 Minuten dauernde Werk - präzis kopfnickend, während beide Hände immer wieder dem Flügel das "schmerzlich heitere" Werk entlockten. [...]

Höhepunkt nach der Pause war die berühmte "Pastorale" (Symphonie F-Dur op. 68) von Ludwig van Beethoven. Nicht nur alle solistisch spielenden MusikerInnen und die hervorragenden Streicher mit Konzertmeister Christian Färber, sondern auch die Bläser, besonders die Holzbläser des Kammerorchesters, fielen auf. Nicht zu vergessen der "Star der Pauke", Hauke Wendt. [...]

Norbert Jobmann


Ahrensburger Zeitung

Weihnachten 1998, Seite 2

Profis und professionelle Laien

Ahrensburger Kammerorchester besteht seit 20 Jahren.Sylvia und Bettina Holtkamp

sch Ahrensburg - Starallüren kann er nicht ausstehen. Humor bei den Proben ist ihm ebenso wichtig wie der Dirigentenstab. Die Atmosphäre im Eduard-Söring-Saal ist konzentriert, aber auch entspannt. Im Dialog mit dem Dirigenten Frank Löhr (27) aus Hamburg probt das Ahrensburger Kammerorchester in kleiner Besetzung das a-Moll-Konzert von Johann Sebastian Bach. Frank Löhr winkt wieder einmal ab, wendet sich lächelnd zur Seite. "Die Geigen und die Bratschen sollten klangzauberisch sein. Macht das Umfeld so glänzend wie möglich", sagt er. Also wird der letzte Satz wiederholt: "Eins, zwei, und..."

Mit dramatischen Gesten begleitet der gebürtige Neuwieder, der seit 1997 am Pult des vor 20 Jahren von Karlheinz Färber gegründeten Ensembles steht, den erneuten Versuch. Er erstirbt nach wenigen Minuten. Heiterkeit greift um sich. "Wollen wir es mal im selben Stil ein bißchen anders spielen", hatte Löhr vorgeschlagen. Aber wie denn? Das wollen die Musiker wissen. "Probiert jedesmal, den Bogen zum Ende hin ein bißchen leichter werden zu lassen", gibt der Hamburger zurück.

Der Dirigent, der dieses Fach, Komposition und Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg studiert hat, reagiert nicht sauer oder ungehalten, wenn das Ensemble seinen Vorstellungen nicht spontan folgen kann. "Ich bin nie autoritär. Wir haben einen so guten Kontakt - und das Orchester ist konzentriert und humorvoll", sagt der Musiker. Die entspannte Atmosphäre und "die unheimlich hohe Qualität des Orchesters" hatten ihn bei einem Vordirigieren 1997 spontan überzeugt. Jetzt, in der Pause, nimmt Frank Löhr die Glückwünsche der Mitspieler entgegen: Seine Geburtsstadt hat ihn für die fünfjährige Leitung der Jungen Philharmonie Neuwied mit dem Kulturpreis ausgezeichnet. [...]



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